Sie wandern wieder!

Milde Temperaturen und Niederschläge haben in den vergangenen Tagen den Start der Amphibienwanderung eingeleitet. Kröten, Frösche und Molche begeben sich wieder auf ihre jährliche Wanderung aus den meist im Wald gelegenen Überwinterungsplätzen in die Fortpflanzungsgewässer. Vielerorts müssen sie dabei Straßen überqueren und laufen Gefahr überfahren zu werden.

Aus diesem Grund wurden in den letzten Woche an vielen Stellen im Betreuungsgebiet wieder Amphibienzäune aufgebaut. Dort, wo der Aufbau eines Amphibienzaunes nicht möglich oder zielführend ist, werden die Tiere oft auch im Rahmen von abendlichen Kontrollgängen aufgelesen und sicher über die Straße zum Gewässer gebracht. Warnschilder und mancherorts auch Straßensperrungen machen auf das Geschehen aufmerksam.

Wir bedanken uns ganz herzlich bei den Naturschutzgruppen und Ehrenamtler:innen, die einen Großteil der Amphibienzäune aufbauen und betreuen. Darüber hinaus bedanken wir uns in Dortmund auch bei der Stadtteilwerkstatt, die ebenfalls jährlich mehrere Amphibienzäune aufbaut.

Wir bitten alle Verkehrsteilnehmer:innen um ihr Verständnis und die Augen offen zu halten und mit Nachsicht unterwegs zu sein. Bereits eine kurzzeitige Reduktion der Fahrgeschwindigkeit auf 30 km/h rettet zahlreichen Amphibien das Leben und gestaltet den Einsatz der Helfer:innen am Zaun sicherer.

Wer gerne beim Amphibienschutz helfen möchte, kann sich an lokale Naturschutzgruppen wie zum Beispiel BUND, NABU, AGARD, AGON Schwerte, AK Heimat und Umwelt oder auch an die Biologischen Station wenden. Helfende Hände sind immer willkommen!

Erdkröte vor einem Hochbordstein. Hochbordsteine stellen für Amphibien teils unüberwindbare Hindernisse dar.
Amphibienwarnschild und Amphibienzaun (links im Bild) an der Brechtener Straße in Dortmund.

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