Update zu Bsal im Betreuungsgebiet – neue Fälle in Dortmund

Bei der Betreuung der Amphibienzäune, bei aktuellen Amphibienkartierungen sowie auch durch Hinweise aus der Bevölkerung ergaben sich in 2026 in Dortmund eine Reihe von Feuersalamander-Sichtungen. Darunter waren leider auch einige Totfunde. Die toten Feuersalamander wurden nach Möglichkeit von der Biologischen Station eingesammelt, an das Veterinäramt der Stadt Dortmund übergeben und von dort zwecks Bsal-Analyse an das CVUA Arnsberg übermittelt. Bei einigen Tieren wies das CVUA Bsal nach.

NSG Süggel und NSG Auf dem Brink: Bereits im Jahr 2022 wurde Bsal im NSG Süggel im Dortmunder Norden nachgewiesen (P3). Trotz Bsal-Befall wurde in den Folgejahren bei geeigneter Witterung eine große Anzahl an Feuersalamandern durch die Biologische Station im Gebiet festgestellt. Neben Alttieren wurden in den Bächen auch Larven gefunden.

Bei der Betreuung des Amphibienzaunes an der Brechtener Straße, die das NSG Süggel und das NSG Auf dem Brink trennt, wurden im Jahr 2026 am Amphibienzaun 17 augenscheinlich gesunde Feuersalamander dokumentiert. Daneben wurden Ende Februar auch zwei tote Feuersalamander im Süggelwald sowie ein toter Feuersalamander östlich der Brechtener Straße im NSG Auf dem Brink gefunden und an das CVUA Arnsberg übermittelt. Bei zwei der drei Tiere wurde Bsal nachgewiesen (P14, P15). Bsal tritt demnach weiter im NSG Süggel auf und ist erstmals auch im benachbarten NSG Auf dem Brink nachgewiesen worden.

Der Hinweis auf einen der toten Feuersalamander geht auf einen Dortmunder Bürger zurück, der durch jüngst aufgestellte Hinweisschilder auf die Krankheit und die vorhandenen Meldestrukturen aufmerksam gemacht wurde. Hinweisbeschilderung zum Thema Bsal leistet demnach einen wertvollen Beitrag zur Bevölkerungsaufklärung und Nachverfolgung der Seuche.

NSG Kleinholthauser Mark: Derzeit laufen die faunistischen Kartierungen zur Erstellung eines Biotopmanagementplans für das NSG Kleinholthauser Mark im Dortmunder Süden. Dabei wurde im Isensteinsiepen Mitte April ein toter subadulter Feuersalamander gefunden. Eine Analyse durch das CVUA Arnsberg ergab einen Befall mit Bsal (P15). Im Umfeld des NSG wurde Bsal in den letzten Jahren bereits mehrfach nachgewiesen (P4 Kobbendelle, P10 Auf dem Schnee, P11 Lots Siepen). Auch weitere Verdachtsfälle liegen vor (V1 Spissenagelstraße). Es handelt sich jedoch um den ersten Fall, der im NSG verortet ist. Erfreulicherweise wurden trotz aktuellem Bsal-Befall Ende April knapp 20 Feuersalamander-Larven im Isensteinsiepen dokumentiert.

NSG Bittermark: Anfang 2025 fand Martin Maschka im direkten Umfeld des NSG Bittermark im Dortmunder Süden einen toten Feuersalamander an der Straße Lots Siepen (P11). Dieser wurde über die Biologischen Station an das CVUA übermittelt. Dabei wurde ein Befall mit Bsal festgestellt. 2026 wurde ein toter Feuersalamander am Südrand des NSG festgestellt. Der Bsal-Befund war jedoch negativ. Aufgrund der fortgeschrittenen Verwesung des Tieres ist der Befund jedoch nur bedingt aussagekräftig und sollte als Verdachtsfall betrachtet werden. Erfreulich ist, dass am Amphibienzaun an der Kirchhörder Straße, am Nordrand des NSG, erstmals seit 2021 auch wieder vier augenscheinlich gesunde Feuersalamander dokumentiert wurden. Im Olpkebach im NSG Bittermark wurden zuletzt 2024 zudem auch Feuersalamander-Larven gesichtet.

Insgesamt verdichten sich die Bsal-Nachweise im Stadtgebiet – insbesondere im Dortmunder Süden. Die Entwicklung der Bestände sollte im Fokus des Naturschutzes bleiben. Leider fehlt weiterhin sowohl für das vom LANUK NRW angestrebte Larvenmonitoring als auch für die systematische Erfassung und Beprobung von Alttieren eine Finanzierungsgrundlage. Derzeit können nur Verdachtsfälle (Hautabstriche von augenscheinlich kranken oder toten Feuersalmandern) zur Analyse an das CVUA Arnsberg übermittelt werden. In den letzten Monaten gingen bei der Biologischen Station mehrere Hinweise auf Feuersalamander aus der Dortmunder Bevölkerung ein, die die Wirksamkeit der teils umgesetzten Hinweisbeschilderung belegen.

Wir bitten um die Beachtung der Verhaltensregeln und des Hygieneprotokolls zur Verlangsamung der Ausbreitung von Bsal.

 

Feuersalamander-Larve im Isensteinsiepen im NSG Kleinholthauser Mark

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